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No guts - no glory?

Gestern im Fernsehen wurde mal wieder über die Tatsache gerätselt, warum in angesehenen, gefragten Studiengängen, mit denen man später auch Geld verdienen kann, vor allem Männer sitzen, während die Damenwelt sich in den schöngeistigen Höhenflügen der Germanistik und Kunstgeschichte drängelt.

Genetik? Faule Ausrede.

Mangelnder Geschäftssinn? Könnte sein.

Mangelndes Selbstvertrauen? Vermutlich.

Fehlende Zielstrebigkeit? Meines Erachtens nicht genderspezifisch.

Mit anderen Worten: Ich weiß es auch nicht. Ich weiß nur, wenn ich mich für Physik genauso begeistern könnte, wie für Linguistik, wäre ich schon Ingenieur. Meine Ovarien hätte ich sicher lang genug ignorieren können!

 Die Tragik liegt eben darin, dass auch nicht alle Männer, die Physik studieren, brilliante Geistesgaben mitbringen. Aber auch wenn die Hälfte von ihnen auf der Strecke bleibt, und alle Mädels exzellente Leistungen bringen, kommen am Ende doch noch mindestens doppelt so viele  Physiker wie -innen heraus.

Und die männliche Minderheit in den Geisteswissenschaften - so ungern ich das sage - ist besser/interessierter/engagierter als die meisten Mädelchen. Die mussten sich nämlich für etwas weniger Angesehenes, "Unmännliches" entscheiden. Das tut man nur, wenn man wirklich will.

Jedenfalls diskutieren die Männer, während die Mädelchen starren und kichern. Gestern erst hatte ich eine anregende Debatte über ein Sonett (!) von Spenser (!!) mit zwei Typen(!!!).

Und nach den unbehanglichen zehn Post-Dozent-stellt-Frage-Sekunden hebt meistens einer der fünf männlichen Kursteilnehmer die Hand und sagt etwas Zusammenhängendes und halbwegs Durchdachtes - und die 35 anwesenden Mädels üben sich als gesichtslose Masse... Ich muss da mal Statistik führen.

Alles in allem: Manowar eignet sich gut zum Frustabbau.

Aber so wird das nie was mit der Gleichberechtigung der Geschlechter. Die Männer werden wohl allmählich sogar das Selbstbewusstsein entwickeln, Kindergärtner und Tagesväter zu werden (wem's liegt! Mir nicht.). 

Die Damen andererseits werden wohl noch in 20 Jahren sagen: "Ich wäre gern Pilot geworden, aber ich hab mich nicht getrauuuut! *augenaufschlag* Jetzt bin ich Stewardess. Aber eigentlich *kicher*, bin ich Musicaldarstellerin. Und in meiner Freizeit filze ich Handtaschen." 

 *klonk*

 

 

 

6.5.08 09:32
 


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